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Museen und Sondengänger

Von allen amtsarchäologischen Institutionen sind Museen den Privatsuchern am positivsten eingestellt. Museen brauchen Funde, keine Befunde. Und die tollsten Funde kommen entweder von Suchern oder sonstwie aus Privatbesitz. Also ist man versucht sich zu arrangieren. Dabei müssen Museen den Spagat versuchen, sich einerseits interessante Funde zu sichern, andererseits andere amtsarchäologische Institutionen nicht allzu sehr zu verärgern.

Die Interessenlage von Sammlern oder Antiquitäten- oder Münzhändlern ähnelt denen der Museen. Hier sei noch angemerkt, dass in der Vergangenheit archäologische Institutionen es durchaus erfuhren, wenn auf dem lokalen Markt z.B. ungewöhnliche Menge seltener Münzen, z.B. Regenbogenschüsselchen, auftauchten. Insbesondere zwischen Museen und Händlern gibt es natürlich gute Kontakte.

Archäologische Staatssammlung

Trotz des oben Gesagten wurde in der Presse mehrfach über Expertisen des bedeutendsten bayerischen archäologischen Museums, der archäologische Staatssammlung in München, berichtet, die dazu angetan waren, den jeweiligen Finder leer ausgehen zu lassen (statt der 50% nach §984 BGB). So beim Goldkesselfund in Chiemsee oder beim Schatzfund im Raithenburger Forst. In beiden Fällen mussten die Finder juristisch um ihren Fundanteil kämpfen, was ihnen letztlich auch gelang. Siehe Sondengänger, dortige Anmerkung [2]. Warum das Museum so handelte ist unbekannt.

Positiv ist anzumerken, dass Museumsmitarbeiter immer freundlich und kompetent Auskunft zu Funden geben, die man ihnen ins Haus bringt.

Regenbogenschüsselchen Keltische Goldmünzen, Münzschatz von Sontheim. Ca. 2000 Jahre alt, von einem Privatmann gefunden. Über 350 Münzen, Gesamtgewicht 2.7 kg. Wert pro Münze ca. 2500 Euro. Archäologische Staatssammlung, München.

Nachtrag 20.1.09

Wenn Sie ein Museumsmitarbeiter oder Sammler sind, so sind Sucher optimale Partner für Sie. Wenn Sie mit ihnen verhandeln wollen, beachten Sie unbedingt auch das Kapitel "Gebrauchsanweisung für Schatzsucher" im Artikel "Schatzsucher".

(C) Thorsten Straub, www.sondengaenger-deutschland.de